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Die geheimnisvolle Welt der Programmierer (Teil 2 von 3)

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Über die letzten zwei Jahrzehnte hat das Thema Informatik weltweit an Bedeutung gewonnen. In den Medien liest man vom neuen Supercomputer in China, von Hacker-Angriffen auf Regierungen und von intelligenten Computern, die inzwischen sogar Schachgrossmeister besiegen.

Verantwortlich für diese Entwicklungen sind Programmierer, die den Code für die Maschinen schreiben. Sie vollbringen Dinge, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wären. Ich bin mir sicher: Programmierern gehört die Zukunft.

Aber weisst du, was genau es bedeutet, zu programmieren?

Vorstellung und Wirklichkeit des Programmierens

In Action-Filmen sieht das Programmieren immer sehr beeindruckend aus. Neongrüne Zeilen flimmern in atemberaubender Geschwindigkeit über den Bildschirm. Man sieht komplizierte mathematische Formeln, Zahlenreihen und Schweiß auf der Stirn der Programmierenden, deren Finger über die Tasten rasen. Nur wenige Sekunden Zeit bleiben, um sich in die Computer des feindlichen Geheimdienstes einzuloggen und die Raketenpläne zu überschreiben.

In Wirklichkeit läuft das alles nicht ganz so spektakulär ab. Zeitdruck gibt es normalerweise höchstens aufgrund der Deadlines durch die Auftraggebenden. Und oft genug zeigen die Bildschirme stundenlang den gleichen Ausschnitt des Programms, in dem irgendwo noch ein kleiner Fehler steckt, den man verzweifelt versucht aufzuspüren.

Ein Programm ist grundsätzlich nichts anderes als ein Kochrezept für einen Computer. Es beschreibt Schritt für Schritt, was der Computer machen soll, um ein gewünschtes Resultat zu erhalten.

Wenn du etwa die Seite

codora.ch

aufrufst, wird ein kleines Programm gestartet, das dem Computer (sehr vereinfacht) ungefähr Folgendes sagt:

  1. Lade die Struktur der Webseite als leere farbige Boxen.
  2. Lade den Text und füge ihn ein.
  3. Lade die Bilder und füge sie ein.

Das alles passiert so schnell, dass Benutzer kaum die einzelnen Schritte wahrnehmen. Für den Computer ist die genaue Reihenfolge aber sehr wichtig. Denn er führt einfach nur der Reihe nach die Anweisungen aus.

Damit man dem Computer die Anweisungen klar, verständlich und eindeutig geben kann, muss man seine Sprache sprechen: Code.

Code nennt man die präzisen Anweisungen, mit denen man dem Computer in möglichst kurzer und genauer Form sagt, was er tun soll.

Wer Code schreiben kann, ist in der Lage, einen Computer kontrollieren.

Die Sprache der Computer

Eine der ersten Fragen ist oft die nach der richtigen Programmiersprache. In der Anfangszeit des Programmierens musste man noch mit Einsen und Nullen programmieren, über die letzten Jahrzehnte hinweg wurden viele verschiedene Programmiersprachen entwickelt. Neuere Programmiersprachen orientieren sich an der englischen Sprache und benutzen Begriffe und Strukturen, die für Menschen leichter verständlich sind.

Welche Programmiersprache gerade benötigt wird, ist abhängig vom Zielgerät und vom Problem, das man lösen will. Es ist beispielsweise etwas ganz anderes, eine Website zu programmieren, als ein Programm wie Microsoft Word, ein 3D-Spiel für ein Smartphone oder ein Spülprogramm für die Spülmaschine zu entwickeln.

Alle Programmiersprachen unterscheiden sich in ihren Befehlen und in ihrer Funktionsweise. Aber sie haben etwas gemeinsam: Sie beruhen auf einer ähnlichen analytischen Denkweise. Wer Programmieren lernt, verinnerlicht diese analytische Denkweise.

Deshalb fällt der Wechsel zwischen verschiedenen Programmiersprachen nicht schwer. Hat man eine Programmiersprache gelernt, ist die zweite viel leichter. Und auch in den meisten fremden Programmiersprachen kann man schnell erraten, worum es geht.

Beispiel für eine Programmiersprache: Swift

Swift ist eine verhältnismäßig junge Programmiersprache. 2014 wurde sie das erste Mal vorgestellt. Die Programmiersprache ist darauf spezialisiert, schnell und einfach Apps für die verschiedenen Geräte von Apple zu entwickeln. Also vorrangig für iPads und iPhones.

Durch diese Spezialisierung auf bestimmte Geräte ist Swift besonders schnell und intuitiv verständlich. Viele Begriffe aus der natürlichen Sprache werden verwendet. Apple legt großen Wert darauf, dass die Programmiersprache einem breiten Publikum zugänglich ist und man ohne großen Aufwand einsteigen kann.

Deshalb benutzen wir Swift auch in unserem Einsteigerkurs Coding Essentials I für Jugendliche.

Programmieren ist gar nicht so schwer

Dank moderner Programmiersprachen ist das Programmieren heute nicht mehr so schwer, wie viele glauben. Natürlich benötigt man dafür mathematisches und logisches Verständnis. Genauso wie Kreativität.

Aber alle diese Fähigkeiten sind erlernbar. Vor allem Kinder begreifen die Konzepte meistens schnell, so wie sie auch Fremdsprachen häufig viel leichter erlernen als Erwachsene.

Man muss ihnen nur die Möglichkeit dazu geben.

 

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