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Jede:r kann programmieren lernen! (Teil 3 von 3)

Karrierechancen, Ideenverwirklichung, Spass. Wir haben es schon in einem anderen Artikel betont: Es gibt viele gute Gründe, um programmieren zu lernen. Auch für Kinder.

Umso bedauerlicher, dass Programmieren an den schweizer Schulen kaum beachtet wird. Einige der Sekundären Schulen bieten Informatik als Wahlfach an, aber oft werden dort nur sehr oberflächliche Dinge behandelt. Richtig programmieren lernt man dort selten. Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit von Computern in allen Arbeitssektoren ist das eindeutig zu wenig.

Oder wie Facebook Gründer Mark Zuckerberg es ausdrückt:

“In fünfzehn Jahren werden wir programmieren unterrichten wie lesen und schreiben… und uns wundern warum wir nicht früher damit angefangen haben.”

Müssen wir wirklich noch 15 Jahre warten?

Zauberei, aber kein Hexenwerk

Programmieren sieht manchmal wie Zauberei aus: Jemand gibt ein paar Zeilen Code in einem Programm ein und erstellt damit eine kleine virtuelle Welt.

Bilderkennung, instantane Kommunikation und Übersetzungsprogramme, die inzwischen sogar gute Ergebnisse liefern, verdanken wir Programmierern. Und für Laien ist völlig unverständlich, wie es funktioniert.

Code sieht nach einer seltsamen Geheimsprache aus, die nur eingeweihte und geniale Mathematiker lesen, verstehen und anwenden können. Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen und seltsame Begriffe werden wild durcheinander geworfen.

Mir ging es genauso. In der Schule war ich eher künstlerisch und vor allem musikalisch veranlagt. Mit Programmieren hatte ich nie etwas am Hut. Und ehrlich gesagt, dachte ich auch nicht, dass ich darin gut sein könnte.

Mit 17 Jahren wollte ich es dann doch einmal ausprobieren. Im Selbststudium habe ich mir die wichtigsten Befehle beigebracht, erste Erfahrungen gesammelt und hatte mir als Projekt vorgenommen, das Brettspiel Monopoly zu programmieren.

Dabei habe ich drei Dinge festgestellt:

  1. Programmieren macht grossen Spass.

  2. Programmieren verbessert logisches Denken und Kreativität

  3. Programmieren ist nicht so schwer, wie es aussieht. Man kann natürlich immer noch besser werden, aber mit etwas Einsatz und Ausdauer, schafft man schnell Fortschritte.

Das Problem ist nur: für Kinder gibt es nicht viele Möglichkeiten Programmieren zu lernen.

Hier lernen Kinder programmieren

An der Schule wird es nicht unterrichtet und öffentliche Kurse werden für Kinder kaum angeboten. Wenn Kinder programmieren lernen wollen, können sie nur hoffen, Freunde oder Verwandte zu haben, die ihnen dabei weiterhelfen können. Ansonsten sind die Möglichkeiten sehr beschränkt.

Immerhin gab es letztes Jahr zum ersten Mal den Programmierwettbewerb “Jugend hackt” in der Schweiz. Der richtet sich aber mehr an Jugendliche, die schon etwas Übung im Programmieren haben.

Den meisten bleibt nichts anderes übrig, als es so wie ich machen: Bücher wälzen, Online-Erklärungen lesen und viel ausprobieren.

Immerhin gibt es inzwischen ein paar schöne Webseiten, die sich gezielt an Kinder richten. Für Apple-Fans gibt es die App Swift Playgrounds. In einer spielerischen Umgebungen lernen Kinder, mit der Programmiersprache Swift Anwendungen für iPad und iPhone zu schreiben.

Ähnlich aufgebaut ist Code.org. Dort findet man Kurse zu Python, JavaScript und vielen anderen Programmiersprachen. Ähnlichkeiten findet man auch zu Scratch, einer speziellen Programmierumgebung, bei der man Code-Abschnitte einfach mit der Maus erstellt und verschiebt. Leider sind nicht alle der Kurse auch auf Deutsch verfügbar.

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Adam Rez

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