Screenshot des Menüs eines mittelalterlichen Videospiels mit drei Levelkarten und einem Hintergrundbild mit einer Burglandschaft, Bäumen und Pilzen. Die Spielstatistiken erscheinen oben rechts.

Informatiktage 2026: Rückblick auf drei Workshops zu KI, Game-Design und digitalem Lernen

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Mitte März fanden die Informatiktage 2026 statt — und codora war mit drei kostenlosen Online-Workshops dabei. Über 100 Anmeldungen, drei Abende und jede Menge Erkenntnisse. Hier die Highlights.

🎮 Workshop 1: Von der Idee zum fertigen Game

Vibe Coding Live — ein Game in einer Stunde

Kann man in einer Stunde ein funktionierendes Game bauen? Ja — wenn die KI mithilft.

Im ersten Workshop hat Coach Robin Glauser live gezeigt, wie Vibe Coding funktioniert: Einfache Textbefehle beschreiben, was das Game können soll. Die KI generiert den Code. Die Teilnehmenden lieferten die Ideen — ein mittelalterliches Jump & Run mit Rittern, Robin-Hood-Elementen, Lucky Blocks und Pfeil-und-Bogen-Mechanik.

Das Ergebnis: Mittelalter Runner, ein spielbares Jump & Run, gebaut mit Flutter und Dart. Steuerung mit Pfeiltasten, Springen, Schiessen — inklusive Gegnern und mehreren Levels.

Screenshot des Mittelalter Runner Games — gebaut am Informatiktage Workshop
Der Mittelalter Runner — live gebaut am Informatiktage Workshop

Das Besondere: Die Teilnehmenden haben nicht nur zugeschaut, sondern aktiv mitgestaltet. Ideen kamen per Chat, Probleme wurden gemeinsam gelöst, und am Ende stand ein Prototyp, den jetzt alle weiterbauen können.

Mittelalter Runner spielen

Der gesamte Quellcode ist öffentlich auf GitHub verfügbar — zum Anschauen, Forken und Weiterentwickeln. Das Projekt nutzt Flutter/Dart und zeigt, wie weit man in einer Stunde mit KI-gestütztem Coding kommen kann.

Quellcode auf GitHub ansehen ➝

🧑‍🏫 Workshop 2: Hausaufgaben mit ChatGPT?

Digitales Lernen richtig unterstützen — für Eltern

ChatGPT, YouTube, TikTok — digitale Tools sind längst Teil des Lernalltags. Aber helfen sie wirklich? Im zweiten Workshop ging es darum, wie Eltern digitale Lernmittel sinnvoll begleiten können.

Digital Learning Experte Robin Wietüchter startete mit einer interaktiven Umfrage: Wofür nutzen Kinder ihre Geräte am meisten? Die Antwort: vor allem für die Schule. Doch die Art der Nutzung macht den Unterschied.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse:

🔍 Aktiv schlägt passiv. Studien zeigen: Wer KI nutzt, um Denkanstösse zu bekommen, lernt besser als wer fertige Antworten kopiert. ChatGPT funktioniert am besten als Tutor — nicht als Ghostwriter.

📵 Bildschirmzeit bewusst steuern. Keine Bildschirme mindestens 30 Minuten vor dem Einschlafen. Blaulichtfilter aktivieren. Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen. Kleine Massnahmen, grosse Wirkung.

🧪 Selbst ausprobieren statt nur konsumieren. Tobias zeigte eine interaktive Lernplattform, die Entdecken, Recherchieren und Testen kombiniert — ein Ansatz, der nachweislich zu tieferem Verständnis führt.

🧠 Workshop 3: KI & digitales Lernen

Was dir die Schule nicht beibringt — für Lernende ab 7. Klasse

Der dritte Workshop richtete sich direkt an Lernende: Wie nutzt du KI und digitale Tools, um besser zu lernen?

Robin Wietüchter startete mit einem Experiment: Zeichne eine 5-Franken-Münze aus dem Gedächtnis. Die meisten scheitern — obwohl sie die Münze tausendmal gesehen haben. Warum? Weil Sehen nicht gleich Wissen ist. Aktives Abrufen schlägt passives Wiederholen.

Die Methoden, die wirklich funktionieren:

🧩 Mindmaps erstellen. Neues Wissen mit vorhandenem verknüpfen. Nicht einfach abschreiben, sondern visuell ordnen und Zusammenhänge sichtbar machen.

📇 Karteikarten-Apps nutzen. Quizlet, Anki oder RemNote mit Spaced Repetition — das heisst, der Stoff wird genau dann wiederholt, wenn du ihn fast vergessen hättest. Nachweislich eine der effektivsten Lernmethoden.

🤖 ChatGPT als Lern-Partner. Nicht fragen: “Was ist die Antwort?” Sondern: “Stell mir Fragen zu diesem Thema.” So wird die KI zum persönlichen Tutor, der dich zum Nachdenken bringt, statt dir die Arbeit abzunehmen.

🚀 Was kommt als Nächstes?

Wir arbeiten aktuell an ausführlicheren Blog-Beiträgen mit konkreten Tipps und Anleitungen aus den Workshops zum digitalen Lernen — die kommen in den nächsten Wochen.

Gleichzeitig entwickeln wir neue KI-Kurse weiter. Zwei Möglichkeiten, jetzt schon dabei zu sein:

Für Erwachsene: Unsere KI-Workshops für Berufstätige sind in Entwicklung. Sicher dir einen Platz auf der Warteliste und erfahre als Erste:r, wenn es losgeht.

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Für Kinder: Im KI Bootcamp baut dein Kind eine eigene KI-App — keine Vorkenntnisse nötig. Nächste Termine: 15. April (online) und 22. April (Zürich).

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